Die 3. und 4. Klassen sagen ganz herzlich danke an den MGK!

„Mein Körper gehört mir“ – ein tolles, großartiges und so wichtiges Projekt aufgeführt von der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück und in diesem Jahr für die Kinder der 3. und 4. Klassen finanziert durch den MGK (Menschen gegen Kindesmissbrauch e.V.). Danke an den MGK (www.mgk-ev.de).

„Mein Körper gehört mir“ ist ein Projekt, das das Selbstbewusstsein von Kindern stärken will und präventiv über Missbrauch und sexuellem Missbrauch aufklären möchte. Dass dieses Projekt wichtig ist, steht außer Frage. Denn die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) verzeichnete für das Jahr 2016 in Deutschland über 12.000 Ermittlungs- und Strafverfahren allein nur für sexuellen Kindesmissbrauch.

 

 

Am 7., 14. und 21. Februar fand das Projekt im Musikraum der Altstädter Schule statt.

Das Projekt zeigt auch noch Wochen später seine nachhaltige Wirkung bei den Kindern der Altstädter Schule. So singen die Kinder immer wieder und unvermittelt den Körpersong. Ihre Reflektionen in Bildern, Texten und Sprechblasen sprechen dabei für sich.

 

„Mein Körper gehört mir“ wird alle zwei Jahre für die Schüler der 3. und 4. Klassen aufgeführt. Das Projekt trägt dazu bei, dass die Kinder ihren Körper als persönliches Eigentum verstehen, für den sie auch verantwortlich sind. Das Projekt zielt darauf ab, das Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen der Kinder so zu stärken, dass die Kinder Übergriffe erkennen und abwehren können. Dabei helfen ihnen die Fragen nach „Ja- und Nein-Gefühlen“, Gefahrensituationen richtig einzuschätzen und wenn nötig Hilfe zu holen.

Die Dritt- und Viertklässler haben sich auch in den darauf folgenden Wochen noch intensiv in Bildern und Worten mit der Thematik des Projektes auseinandergesetzt:

Mein Körper gehört mir

An drei Tagen kamen ein Schauspieler und eine Schauspielerin mit dem Stück „Mein Körper gehört mir“ zu uns in die Altstädter Schule.

Beim ersten Mal haben wir die erste Strophe vom Körpersong gelernt und dann gab es noch drei Geschichten.

Bei einer Geschichte saß ein Mädchen im Bus und ein Jugendlicher hat sich neben sie gesetzt und den Arm um sie gelegt, was sie nicht wollte. Bei einer anderen Geschichte ging es um einen Jungen, der Tennis spielen wollte und ein Erwachsener hat ihm geholfen. Dann hat der Mann dem Jungen an den Po gefasst.

Über alle Geschichten haben wir gesprochen. So verlief das jedes Mal. Und immer hatte es etwas mit Gefühlen und Missbrauch zu tun. Jedes Mal haben wir eine neue Strophe vom Körpersong gelernt.

David, Klasse 4a

Der neue Amerikaner

Ein Mädchen spielte auf der Straße, als plötzlich ein neuer Nachbar mit einem amerikanischen Akzent um die Ecke kam.

Das Mädchen war neugierig.

Da kam der Amerikaner zu ihr und die beiden kamen ins Gespräch. Der Amerikaner erzählte, dass seine Kinder gerade Musik hören. Helene Fischer – und die mochte das Mädchen sehr! Der Mann fragte, ob sie Lust hat, seine Kinder zu besuchen.

Da stellte sich das Mädchen die drei Fragen:

  1. Habe ich ein Ja- oder ein Nein-Gefühl?
  2. Weiß jemand, wo ich bin?
  3. Bekomme ich Hilfe, wenn ich Hilfe brauche?

Weil sie nicht alle Fragen mit „Ja“ beantworten konnte, ging sie zu ihrem Vater und fragte, ob sie die Nachbarn besuchen kann und, ob der Vater mitkommt.

Das war eine Geschichte aus dem Stück „Mein Körper gehört mir“ !

Siemen, Klasse 4a

Die Geschichte vom Surfen

Ein Mädchen durfte nach der Schule und nach dem Essen im Internet surfen. Und da hat sie sich mit einem Jungen in ihrem Alter geschrieben. Sie wollte ihn unbedingt treffen.

Dann hatten sie sich einmal im Park verabredet. Der Junge wollte seinen Hund mitbringen.

Das Mädchen ist nach der Schule in den Park gegangen. Weil sie den Jungen mit dem Hund nicht sehen konnte, hat sie nach ihm gerufen.

Hinter einem Busch hörte sie eine Stimme. Als das Mädchen den Menschen im Busch gesehen hat, war es ein Erwachsener, der sich als Kind ausgegeben hat.

Die Schauspieler haben an der Stelle die Geschichte abgebrochen, weil alles Mögliche passieren könnte.

Wir haben lange über die Geschichte gesprochen.

Lars, Klasse 4a